Elfriede Petrasch ist stolze 107
Was für ein Lebensbogen! Sie hat die Kindheit in der Kaiserzeit verbracht und die Jugend in der Weimaer Republik, hat Nazidiktatur und Nachkriegsberlin erlebt, die geteilte Stadt und den Mauerfall. „Ich hatte immer alles im Blick“, sagt die gebürtige Frohnauerin. Elfriede Petraschs „Geheimrezept“ für ein langes Leben: „Viel arbeiten, gesund ernähren, Hobbys und soziale Kontakte pflegen.“
Sie trommeln sich die Seele frei
Die Heizung stellen sie auch an kalten Wintertagen aus: Den Frauen und Männern im Drum Circle 50 plus in Adlershof wird schnell warm, wenn sie kraftvoll auf Congas, Djemben, Bongos oder Surdos trommeln. Sie schätzen die entspannte Art der Bewegung, die volle Konzentration und kraftvolle Hände erfordert – und bei der so manche(r) erfährt, welche Power in ihr oder ihm steckt.
Die Sportstätte vor der Haustür
„Wo sonst kann man gemütlich im Grünen sitzen, Fahrrad fahren und muss nicht auf den Verkehr achten?“, fragt Carsten Dittmann. Der Jungrentner hat Fitnessgeräte im Freien getestet, die sich an alle Generationen wenden. Die schönste Anlage Lichtenbergs befinde sich im Rosenfelder Ring. „Gäste sind willkommen.“
Tanzen und Studieren
Er tanzt mit Anfang Siebzig nach wilden Technoklängen, hat sich an einer Fachhochschule eingeschrieben, fährt mit dem Rad durch Berlin und liebt es, auf einer Bank vor der Lankwitzer Kirche „Menschen zu gucken“ – Cam Per kann einem fürs Alter Mut machen...
Sternwanderung mit Tradition
Sternwanderungen könnten zu einer guten Tradition werden, da sind sich die Seniorinnen und Senioren, die in der Stiftung Prenzlauer Berg aus drei verschiedenen Richtungen angekommen waren, einig. Manche waren schon im Vorjahr bei der Tour in der Schönholzer Heide dabei gewesen. „Heut ist ein wunderschöner Tag“, begrüßten sie die Vokalisten aus Buchholz. Tatsächlich spielte das Wetter mit: Der Regen begann erst, als alle angekommen waren.
Viel zu entdecken im Bezirk
Ob in der neuen Bezirkszentralbibliothek, schon von außen auffallend durch ihre mit Holzlamellen verkleidete Fassade, beim Seniorentanz im Familiengarten, beim Frauenfrühstück im Nachbarschaftshaus, beim Kieztheatertreffen im Herbst oder an vielen Orten ehrenamtlicher Tätigkeit – im Bezirk gibt es für jedes Alter viel zu entdecken, zu erleben und mitzugestalten.
Willkommen zum „Surfen“
Ob Neueinsteiger oder erfahrene Surfer: Im Computer- und Internetcafè in der Seniorenresidenz gegenüber den Hackeschen Höfen sind Nutzer ab 50 Jahren willkommen – zum Nulltarif. Der Verein Jugend-Senioren-Bildungswerk e. V. schult die Dozenten, für die es oft ein Wiedereinstieg ins Berufsleben ist. Für Senioren ist es häufig der erste Schritt in eine unbekannte Welt. Ein Gewinn für beide Seiten.














