„80 Kugeln sind das Maß“
Kegeln scheint der Lieblingssport der jung gebliebenen Senioren zu sein, zumindest ist es so im Eisenbahnsportklub Lok Schöneweide (ESV). „80 Kugeln sind das Maß für uns Sportler 75plus“, sagt der 75-jährige Helmut Weiß, der zwei Drittel seines Lebens Vereinsmitglied ist und von vielen gemeinsamen Unternehmungen und traditionellen Senioren-Sport-Treffs zu berichten weiß. Das Seniorenjournal Treptow-Köpenick stellt verschiedenste Möglichkeiten der Freizeitgestaltung vor – ob in den Kiezklubs oder Begegnungsstätten, in Nachbarschaftstreffs, freien Seniorengruppen und Kirchgemeinden. Einzelne Angebote werden ausführlich dargestellt – etwa die Tango- und Computerkurse im Kiezklub Bohnsdorf Quigong im Kiezklub Altglienicke oder die Seniorensportgruppe beim Köpenicker Sportverein Ajax.
Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler und die Stadträte des Bezirkes geben Auskunft zu aktuellen Fragen: Hier geht es um die „grünen Lungen“ im Stadtbereich und Feste wie den Köpenicker Sommer, der in diesem Jahr zum 50. mal stattfindet, um das Bündnis für Demokratie und Toleranz , das umbenannte „Museum Treptow-Köpenick“ , die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs und nicht zuletzt um die Umfrage unter Seniorinnen und Senioren zur Zufriedenheit mit Ihrem Bezirk. Als „Nagelprobe“ des Ausstrahlung und des Wirken der Seniorenvertretung sieht Prof. Herta Kuhrig die im Herbst bevorstehende Wahl der Seniorenvertretung. Deren Idee war auch das Netzwerk „Leben im Kiez“, das inzwischen allerorten im Bezirk mit Leben gefüllt wurde.
Töpfe, Pfeffermühlen, Küchenschürzen, Klappbecher – alles was in Haushalt und Garten benötigt wird, bietet Ursula Höfig an – „und was es nicht gibt, suchen und bestellen wir“, verspricht die 68-Jährige. Das Seniorenjournal besuchte das Traditionsgeschäft, dass 1935 in der damaligen Seestraße, dem heutigen Müggelseedamm, eröffnet wurde.
„Worin besteht eigentlich Ihre Arbeit?“, fragen Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen der Sonnenblumen-Grundschule ganz direkt – und VHS-Leiterin Sigrid Höhle berichtet ihnen von ihrer Tätigkeit an der Volkshochschule und dem Motto des Hauses: „Alle Menschen sollen lernen können“. Neben Kursen für alle Generationen bietet die VHS spezielle für Senioren an – von „English for Senior Citizens“ bis zur „Osteoporosegymnastik für Frühaufsteher“. Wer selbst Interessantes aus seiner Umgebung aufschreiben und anderen mitteilen möchte, kann sich im VHS-Kurs „Werden Sie Kiezreporter/in!“ ganz praktisch mit journalistischen Genres befassen.
Zum Wohnen im Bezirk gehören auch die Mietergärten, eine Möglichkeit, die im Zuge der Sanierung an vielen Orten geschaffen wurden. Sie werden auch von tierischen Gästen aufgesucht, die sich mit der Kamera einfangen ließen. Dargestellt werden Gesundheits- und Pflegemöglichkeiten im Bezirk inclusive der Leistungsansprüche aus der Pflegeversicherung, beantwortet wird die Leserfrage: „Muss ich für meine Mutter den Heimplatz bezahlen?“
Zusammengestellt wurden wichtige Adressen und Ansprechpartner im Bezirk. Das Seniorenjournal Treptow-Köpenick 2011 ist an öffentlichen Orten im Bezirk wie Bürgerämtern, Kiezklubs, Bibliotheken und bei der Volkshochschule kostenfrei erhältlich. Es kann auch gegen Einsendung von 1,45 EUR in Briefmarken beim Verlag apercu bestellt werden: Gubener Straße 47, 10243 Berlin, Tel. 293 71 400.








