„Wir spielen uns die Sorgen aus dem Kopf“
Die Gruppe ging aus einem Improvisations-Workshop an der Berliner Charité hervor und sorgt heute für Unterhaltung, Problembewältigung, für spielerisch-kreativen Umgang mit einer schweren Lebenskrise - verbunden mit der Diagnose Krebs. Der Name „Die Tumoristen“ leitet sich davon ab. In der Gruppe können Betroffene Kraft tanken, wichtige Informationen austauschen, neuen Lebensmut schöpfen. Die Zuschauer werden mitgenommen auf die Reise, in der Sorgen weggespielt werden und stehen manchmal schneller als gedacht auf der Theaterbühne.
Für Regina Scheer ist das Schreiben eine Lebensform: Angefangen hat sie mit 15, auch heute steckt sie voller Ideen für Bücher,: „Alles offene Türen, durch die ich gehen kann“. Im Bezirk bekannt ist ihr Erzählcafé in der Malplaquetstraße, in dem sich zweimal monatlich, samstags um 15 Uhr, Menschen begegneten, um die 40 Zuhörer, Senioren, Studenten, Arbeitslose und Künstler versammelten sich jedes Mal und erstaunten auch die Frau vom Erzählcafé immer wieder, „wie offen sie aus ihrem Leben erzählen und wie das vom Publikum angenommen wird.“ Bleibt nur zu hoffen, dass es weitergeht. „Ich hätte eher klingeln müssen, aber ich bin nicht so gut im Klinkenputzen“, sagt die Neu-Weddingerin, die vor sechs Jahren von Pankow in den Wedding zog. „Eigentlich bin ich in einer anderen Stadt angekommen, obwohl es nur ein paar Busstationen weiter ist“, so die 61-Jährige.
Das SeniorenJournal berichtet von der Wahl der Seniorenvertretung und stellt die Mitglieder des neu gewählten Gremiums vor, traf Margot Weiß, die gute Seele aus dem Haus Bottrop, immer mit Hund Charly an der Seite, berichtet über die Gedächtnissprechstunde an der Charité und sprach mit Ilya Shabanov, einem der Geschäftsführer des u. a. von der Beuth Hochschule unterstützten Neuronation-Projektes über Herausforderungen für das Gehirn im Alter und individualisierte Aufgaben am Computer.
Senioren finden hier umfangreiche Veranstaltungs- und Freizeittipps, Adressen von Freizeitstätten und eine große Auswahl an Sportangeboten im Bezirk. Vorgestellt wird Literatur über Berlins Mitte. „Genieße jede Stunde“ sagte sich eine zunächst gar nicht so überzeugte Besucherin des Tanztees. Das Magazin beschäftigt sich mit Reisen für Senioren, vorzugsweise in Gesellschaft, war bei einem FahrFitnessCheck für Senioren dabei und versuchte, das Geheimnis der Hundertjährigen zu ergründen.
Es widmet sich mobilen Dienstleistungsangeboten und hat einen großen Gesundheitsteil. Hier ist über die jüngsten Ergebnisse des Gesundheits- und Sozialberichtes nachzulesen, kommt Dr. Jürgen Wismach, Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin zu Wort, der von einer jährlichen „Kleinstadt der Herzinfarkte und Bandscheiben-OP´s“ spricht – und dringend die süße Pille Bewegung und Sport empfiehlt – anstelle der bitteren Pille Arznei. Das vom Sportärztebund initiierte Rezept für Bewegung „Berlin komm(t) auf die Beine findet übrigens bereits bundesweite Nachahmer. Die Broschüre beschäftigt sich mit dem Schnarchen und den Generika, enthält zahlreiche Informationen zu Wohn- und Pflegeangeboten, nennt Ansprechpartner und Beratungsstellen im Bezirk und darüber hinaus.
Sie ist kostenfrei an öffentlichkeitswirksamen Orten wie Freizeit- und Begegnungsstätten, Nachbarschaftstreffs, in Gesundheitseinrichtungen wie Ärztehäusern und Apotheken, bei Beratungsstellen oder Wohnungsunternehmen erhältlich. Gegen Einsendung von 1,45 Euro in Briefmarken kann sie beim apercu Verlag, Gubener Str. 47, 10243 Berlin, Tel. 293 71 400, bestellt werden.
SeniorenRatgeber SeniorenJournal Mitte 2011/2
SeniorenRatgeber SeniorenJournal Mitte 2011/I
SeniorenRatgeber SeniorenJournal Mitte 2010
SeniorenRatgeber Wir in Mitte 2010 / 1. Ausgabe
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