„Wohnen im Alter“ Land Berlin 2009/2010



„Es ist viel in Bewegung in der Stadt ... was das Zusammenleben der Generationen betrifft und die Möglichkeiten, das Älterwerden als Herausforderung anzunehmen und nicht als Belastung zu sehen“, sagt Dr. Heidi Knake-Werner, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales. So sehen es auch die meisten Senioren, die heute und in Zukunft selbstbestimmt leben wollen. Meist wollen sie gar nicht als Senioren im Ruhestand angesprochen werden, sondern als aktiver Teil der Gesellschaft gesehen werden, so wie Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, der zur Seniorenwoche erklärte: „Eigentlich gehöre ich mit 65 schon zu Ihnen – aber ich fühle mich noch jung und zornig genug, mein Amt auszufüllen“.

Die Publikation „Wohnen im Alter Berlin 2009/2010“ widmet daher ein Special dem Ehrenamt, das zu Wohnen und Wohlfühlen dazu gehört. Es zeigt, wie viel Bestätigung die allerorten ehrenamtlich Engagierten erhalten und wie viel sie der Gesellschaft geben – ob sie historische Techniken vorführen wie Madeleine Juraschek aus Steglitz, „Betreuer aus Leidenschaft“ sind wie Karl-Heinz Beßer aus Hellersdorf oder ein Waisenhaus in Afrika aufbauen wie Christa Wolff aus Pankow. Der einstige ARD-Reporter Sven Kuntze hatte verschiedene Möglichkeiten, ehrenamtlich tätig zu werden getestet und festgestellt: „Es ist gar nicht einfach, gut zu sein“. Wer sich in seinem Stadtbezirk oder darüber hinaus engagieren will, erfährt in der Publikation, wohin er sich wenden kann.

Oft geht auch von Senioren die Initiative für neue, gemeinschaftliche Wohnprojekte aus. Sie sind zwar nicht die vorherrschende Wohnform, finden aber immer mehr Zuspruch. Die in 10. Auflage erschienene Broschüre stellt auf insgesamt 144 Seiten auch Beispiele generationsübergreifender Wohnprojekte vor. Sie gibt Tipps, was zu tun ist, wenn ein Umzug ansteht und verweist auf die Hilfe bei den Koordinierungsstellen Rund ums Alter und den künftigen Pflegestützpunkten. Hier erhalten alle Beratung, deren Wohnung umgebaut werden muss oder die nach seniorengerechten Wohnformen suchen. Die Publikation beschreibt die Unterschiede der Wohnangebote von der Miet- oder Eigentumswohnung über die seniorengerechte Wohnung, das Leben im „Betreuten Wohnen“ oder in ambulant betreuten Wohngemeinschaften, in Seniorenresidenz, Wohnstift oder im Pflegeheim. Ausführlich werden Wohn- und Pflegeangebote in den Berliner Bezirken vorgestellt mit Angaben zu Besonderheiten und Aktivitäten in den Häusern.

Gegen eine Schutzgebühr von 1,50 EUR ist die Publikation beim Verlag erhältlich, sie kann auch gegen Einsendung von zwei Briefmarken à 1,45 EUR bestellt werden bei der apercu Verlagsgesellschaft mbH, Gubener Straße 47, 10243 Berlin, Infotel. 29371-509.