Mut-mach-Buch



Vierzig Jahre lang trauert Uschi, eine erfolgreiche Journalistin, um ihre große Jugendliebe Hans. Er hatte nicht sie, sondern die reiche Fabrikantentochter Isabell geheiratet. Dann erfährt sie von Isabell persönlich die bitterböse Geschichte dieser Ehe und streicht Hans aus ihrem Herzen. Als sie erfährt, dass Isabell den Freitod gewählt hat, geht sie mit ihrer Freundin Christel auf die Suche nach Frauen, die den Mut aufgebracht haben, zu sich selber zu finden. Die nach Trauer und Schmerz, Wut und Leid aus eigener Kraft herausgefunden haben und schreibt ihre Geschichten auf.


Sechs unterschiedliche Lebenskrisen sind in diesem Buch beschrieben. Anita hat Krebs und wird von ihrem Mann verlassen, Marie-Belle droht an ihrer übergroßen Liebe zu einem verheirateten Mann zu zerbrechen, die blutjunge Jekatarina aus Kasachstan kann die Ausreise in die BRD nicht verkraften und wird „Off-Road-Kid“, Betty ertränkt ihr Alleinsein im Alkohol. Sie alle haben ihren Kampf mit sich selbst gewonnen und sind stolz auf ihr „neues Leben“ und wollen Mut, Hoffnung und Zuversicht an Frauen weitergeben, die sich noch im dunklen Tunnel befinden. Eindrucksvoll schildert auch die letzte Erzählerin Marianne Buggenhagen ihren Weg. „Als ich ganz unten war, hätte ich es nie für möglich gehalten, was die Zukunft noch für mich bereit hält. Mit dem Rollstuhl begann mein zweites, bewusstes und befreites Leben.“ Und das führte – bisher - zu acht Goldmedaillen bei vier Olympischen Spielen, die für sie Paralympics heißen, denn Marianne Buggenhagen sitzt seit fast 30 Jahren im Rollstuhl.

 

Christel-Ursel Rafael, „Das Ende ist da, wo man sich aufgibt“, apercu Verlag, 172 S. Paperback, 9,80 €, ISBN 3-938810-00-9